Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Urlaub und Handystress

Das Urlaubsziel ist ausgesucht, der Urlaub ist gebucht. Bald geht es los. Die Ferien beginnen. Längst ist mit dem Urlaubsstart nicht mehr verbunden, dass auch tatsächlich die Arbeitsruhe anfängt und bleibt. Durch die praktischen, nützlichen Smartphones können wir rund um die Uhr erreichbar sein. Das eben auch für den Chef, die Kollegen, die Firma. Handy- und Mail-Präsenz sind rund um die Uhr möglich. Oft sind sie eine Selbstverständlichkeit geworden. Immer auf dem Laufenden bleiben, alles mitbekommen, Einfluss nehmen können – sind nur einige Motive. Eine vertragliche Verpflichtung besteht für eine solche Dauerpräsenz in den wenigsten Fällen. Absolute Notfälle gibt es in der Regel auch wenige.

Für viele Menschen gilt die Voraussetzung „Arbeitszeit muss Arbeitszeit, Arbeitsruhe soll Arbeitsruhe bleiben“, längst nicht mehr. Wissenschaftliche Studien haben inzwischen gezeigt, dass es gute Gründe für eine klare Trennung zwischen Arbeitszeiten und Ruhezeiten gibt. Die arbeitsbezogene erweiterte Erreichbarkeit kann beispielsweise zu Stress, Schlafstörungen, Magen- oder Herzproblemen, Konzentrationsstörungen führen. Positive Effekte können wissenschaftlich noch nicht gesichert dargestellt werden.

Vielleicht kann deshalb die Urlaubsvorbereitung auch die Handy- und Mail-Präsenz beinhalten. Der Chef und die Kollegen werden über das Abschalten informiert. Ein Abschotten im Urlaub ist erlaubt – die Gesundheit und die Familie werden es danken. Denn wie soll es zum Beispiel für ein Kind sein, das mit dem Vater zum Strand geht, um mit ihm zu spielen und zu buddeln. Dann muss es sich aber alleine beschäftigen, da der Vater mit beruflichen Telefonaten beschäftige ist und weder Ohren noch Aufmerksamkeit für sein Kind hat. Eine erholsamen, handy-stressfreien Urlaub!


Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin – Wuppertal

Westdeutsche Zeitung, WZ, Kolumne: Beziehungen
Samstag, 21. Juni 2014


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