Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Paarzeit

Vor der Geburt eines Kindes gibt es für die werdenden Eltern viel zu klären, zu organisieren und umzusetzen – welche Klinik oder Hebamme wird gewählt, wer bleibt wann nach der Geburt zu Hause, wie soll das Kind heißen und und und. Die Vorbereitungen kosten viel Zeit und Geld, auch Nerven. Allerdings bringen sie auch gemeinsame Vorfreude auf das Kind und Glücksgefühle.

Leider werden vor der Geburt des Kindes oftmals viele Aspekte aus den Augen verloren, die für das Paar, für die Partnerschaft wichtig sind. Die werdenden Eltern kreisen um die Elternrolle, das ist wichtig und gut. Sie verlieren dabei oft die Partnerschaft, die Partnerrolle aus dem Blick. Vieles wird als selbstverständlich angesehen und wird nach der Geburt des Kindes möglicherweise zum Konflikt. Zum Beispiel sollte vor der Geburt geklärt sein, wer nachts für das Kind aufsteht, wer welches Schlafbedürfnis hat. Die Arbeitsteilung im Haushalt sollte genauso geklärt sein, wie die Organisation des Alltags, die finanzielle Situation und die Kinderbetreuung.

Gemeinsame, verbindliche Absprachen sind wichtig, statt “es wird sich schon zeigen oder wir handhaben alles flexibel”. Und dabei sollte auch dringend abgesprochen werden, wer sich wann Zeit für ein Hobby oder Sport, für Freizeit mit Freunden oder Freizeit für sich alleine nimmt.

Nicht zuletzt sollte Klarheit darüber bestehen, wann das Paar Zeit für sich alleine hat. Wann ist “Paarzeit”? Es geht darum, Zweisamkeit weiterzuleben, freie Stunden oder später ein freies Wochenende zu haben. Eltern sind Eltern, aber sie sind auch Partner. Sie brauchen Zeit und Raum für ihre Partnerschaft. Dann sollten die Partner alleine im Mittelpunkt stehen mit ihren Gefühlen, Wünschen und gegebenenfalls auch mit ihren Problemen. Es geht dann um die Partner und nicht um Windeln, Brei oder Kinderklamotten. Die Zeit für gemeinsame Gespräche sollte so genutzt werden, dass jeder reden und ausreden kann und zugehört wird. Denn ohne ausreichende Paarzeit kommt die Partnerschaft zu kurz und sie wird belastet.


Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin/Supervisorin – Wuppertal

April 2017


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