Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Innerer Dialog

Wir alle kommunizieren mit uns selbst. Es läuft in Gedanken und oft unbewusst ab. In diesen Selbstgesprächen beurteilen wir uns. Leider fällt diese Kommunikation oftmals negativ aus. Wir kritisieren uns selbst, machen uns selbst nieder. Zum Beispiel, “ich kann eben nicht organisieren, deshalb habe ich das jetzt wieder nicht geschafft. Ich bin unordentlich, deshalb finde ich jetzt wieder nichts. Ich wusste es, das Gespräch mit dem Chef konnte nur schiefgehen.”

Aufmerksamkeit schenken wir den inneren Dialogen oft keine. Sie waren schon immer so und scheinen zu uns zu gehören. Dabei lohnt es sich, einmal genauer auf die Selbstkommunikation zu achten. Denn sie nimmt großen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden und das Selbstvertrauen. Negative innere Botschaften führen zu Selbstzweifeln, zu einem negativen Selbstbild, zu Misserfolgen, Unsicherheiten, Unzufriedenheiten, Entmutigung und selbst erfüllenden Prophezeiungen. Viele dieser Sätze, die wir zu uns selbst sagen, sind übernommene Überzeugungen. Sie stammen aus unserer Kindheit, aus der Erziehung. Haben wir negative Beurteilungen schon früh in der Kindheit gehört und sind damit aufgewachsen, wählen wir sie als Erwachsene unbewusst selbst.

Allerdings können wir im Erwachsenenalter selbst entscheiden, ob wir bei diesen negativen Botschaften bleiben. Oder ob wir sie überprüfen und verändern wollen. Wir können selbst bestimmen, besonders auch auf positive Botschaften zu achten und diese zu trainieren. Zum Beispiel, “ich habe mich gut auf das Gespräch vorbereitet, mehr war nicht `drin.” Oder, “okay, heute war ein schlechter Tag, morgen bekomme ich wieder mehr geregelt.”

Es lohnt sich, den inneren Dialog bewusst zu steuern und damit den oftmals übermächtigen inneren Kritiker zu entmachten. Wer den inneren Kritiker kennt, kann auf ihn aufpassen und sich selbst entscheiden, ob ihm gefolgt wird oder nicht. Gegengewichte zu setzen und an die eigenen positiven Botschaften denken, hilft der seelischen und körperlichen Gesundheit.


*Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin/Supervisorin –
Wuppertal*
August 2017


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