Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Feedback

Zum Synonym für jegliche Rückmeldungen ist dieser Begriff geworden. Der Chef gibt Feedback oder es findet ein Feedback-Gespräch statt. Kollegen, Partner, Freunde, Eltern, Kinder geben Feedback oder sollen eins bekommen. In der Schule, in der Uni gibt es Feedback. Und auch im Internet sollen wir als Verbraucher Feedback zum Beispiel nach Online-Käufen geben.

Was genau hat es nun auf sich mit diesem Feedback? Feedback ist ein Instrument in der Kommunikation. Damit kann ein Feedback-Geber einem Gegenüber die eigene Wahrnehmung über diese Person und bestimmte Verhaltensweisen mitteilen. Es gibt dazu festgelegte Regeln, damit ein Feedback überhaupt beim „Empfänger“ ankommen kann. Und es bedarf einer gewissen Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit als Grundlage für dieses Kommunikationsinstrument.

Feedback kann zu Positivem und zu Negativem gegeben werden – Lob und Kritik. Wichtig ist das Beschreiben der eigenen Wahrnehmungen und eigenen Gefühle. Werten und Beurteilen soll auf jeden Fall unterlassen werden. Ein Feedback soll nachvollziehbar und konstruktiv sein. Es soll sich auf konkretes Verhalten beziehen und möglichst unmittelbar erfolgen. Der richtige, ruhige Zeitpunkt ist ebenfalls wichtig, damit in Ruhe gesprochen und gehört werden kann. Zwischen Tür und Angel ist genauso ungeeignet wie eine emotional aufgeheizte Situation.

Ein Feedback dient immer dazu, dem Gegenüber etwas mitzuteilen und es ist durchaus möglich, dass diese Mitteilung nicht angenommen wird. Das steht dem Feedback-Empfänger zu. Er hat seine eigene Sicht, eigene Wahrnehmung und eigene Gefühle. Feedback ist immer auch subjektiv. Wichtig ist darauf aufzupassen, dass Diskussionen unterlassen werden.

Ob das Feedback hilfreich ist oder schadet, hängt sehr von der sprachlichen Form ab, von der Art und Weise, wie es ausgedrückt wird. So kann zum Beispiel rückgemeldet werden, wenn etwas ärgert oder stört – „ich ärgere mich über … und wünsche mir, dass …“. Gerade auch an ein positives Feedback sollte stets gedacht werden – „ich habe mich sehr gefreut über …“.


Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin/Supervisorin – Wuppertal

April 2019


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