Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Stimmungen

„Du hast aber gute Laune“ oder „wenn ich das schlechte Wetter sehe, bin ich mies gelaunt“. Solche oder ähnliche Aussagen kennen wir alle. Sie beschreiben Stimmungen, angenehmes oder unangenehmes Fühlen. Jede Stimmung hängt auch stets mit unserer körperlich-psychischen Gesamtverfassung zusammen. Hervorgerufen werden Stimmungen durch wiederkehrende oder dauerhaft bestehende Gefühle, auch durch unbewusste Schemata. Zusätzlich werden Stimmungen durch das Wetter, die Jahreszeiten, durch körperliche Faktoren, wie Sport, Ernährung, Alkoholkonsum oder Schlafmangel geprägt.

Stimmungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich oft diffus äußern und im Hintergrund mitschwingen. Anders als Emotionen sind Stimmungen von geringerer Intensität. Auch ist ein klarer Auslöser, ein Anfang und ein Ende oftmals nicht erkennbar. Stimmungen sind allerdings immer mit positivem oder negativem Wert behaftet. So entsteht schlechte Laune beispielsweise, wenn wir uns von einer bestimmten Situation mehr erwartet hätten. Wenn wir weniger erwartet haben, kann gute Laune entstehen.

Wir alle erleben also bestimmte Stimmungen in bestimmten Situationen. Diese werden durch unsere jeweilige vorherrschende Grundstimmung mitgeprägt. Die Grundstimmung ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Aber kann eventuell eine punktuelle negative Stimmung, eine schlechte Laune bewusst verändert werden? Kann ich selbst etwas gegen meine schlechte Laune tun?

Da Stimmungen oft diffus im Hintergrund ablaufen und auch kein Auslöser erkennbar ist, erscheint eine Beeinflussung oder Veränderung der negativen akuten Stimmung schwer. Außerdem überdauert schlechte Stimmung auch kurzzeitige, positive Erlebnisse.

Dennoch ist es möglich, schlechte Laune mit ein paar kleinen Tricks abzumildern oder sogar zu verscheuchen. Zunächst sollte schlechte Laune bei sich selbst toleriert werden. Sie kommt und sie geht wieder. Wenn die Möglichkeit besteht, sollten Partner, Kinder oder Kollegen darauf hingewiesen werden. Oder eine Entschuldigung sollte ausgesprochen werden, falls ein Mitmensch die schlechte Laune abbekommen und angemeckert wurde. Manchmal hilft ein Rückzug aus dem Alltagsgeschehen oder wichtige Termine auf einen anderen Tag zu verschieben. Sport oder Bewegung an der frischen Luft helfen, die negativen Gedanken zu durchbrechen und dem Körper etwas Gutes zu tun. Musik hören oder in der Badewanne abtauchen, nehmen auch möglicherweise der Verstimmung schon die Intensität.

Neben diesen allgemeinen Tricks gibt es zudem die Möglichkeit, die schlechte Laune näher zu beleuchten und die Hintergründe zu erforschen, gerade dann, wenn sie öfters auftaucht.


Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin/Supervisorin – Wuppertal

Januar 2020


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