Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Tolle Großeltern

„Morgen bin ich bei Opa“, Malte freut sich schon auf seinen Nachmittag mit dem Großvater. Regelmäßig mittwochs wird der Vierjährige von seinem Opa von der Kita abgeholt. Dann stehen gemeinsame Stunden an, die nur alleine Malte gehören. Er genießt die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, die er bekommt, und die Ruhe und Ausdauer, die der Großvater hat. Mal gehen die beiden in den Wald oder in den Zoo, dort gibt es viel zu entdecken. „Morgen probieren wir das neue Spiel aus, und wir backen“, das kann der Opa auch. Malte gefällt fast alles sehr gut, was er mit dem Opa macht. Gemeinsam überlegen sie, welche Aktivitäten stattfinden. Auch gemeinsam lesen oder handwerken gefällt dem Vierjährigen. Der Opa ist eben für vieles „zu gebrauchen“.

Großeltern sind heute oft sehr aktiv, unabhängig und selbstbewußt – anders als noch bis in die 60er Jahre. Sie genießen die Zeit mit den Enkeln und gehen gerne ein engere persönliche Beziehung mit ihnen ein. Sie freuen sich, wenn die Enkel kommen. Aber auch, wenn die gemeinsame – meist intensive – Zeit dann wieder zu Ende ist. Damit der Kontakt gut gelingt, sollten sich Großeltern an die Regeln halten, die die Eltern aufgestellt haben. Und sie sollten sich nicht in die Erziehung der Eltern einmischen. Sollte es Probleme in der Familie geben oder es den Enkeln einmal nicht gut gehen, helfen offene Gespräche und Austausch. Oft sind diese Gespräche schwierig. Aber schließlich geht es um das Wohl des Kindes. So kann für alle die Zeit mit den Großeltern ein großer Gewinn werden.


Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin – Wuppertal

Westdeutsche Zeitung, WZ, Kolumne: Beziehungen
Samstag, 6. Dezember 2008


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