Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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Achtsamkeit

Über Achtsamkeit ist in letzter Zeit öfters etwas zu lesen. Neue Ratgeber sind dazu erschienen. Aber was ist eigentlich Achtsamkeit? Eine allgemein festgelegte Definition gibt es noch nicht. So kann jeder unter Achtsamkeit zunächst das verstehen, was gut zu den eigenen Ansichten passt. “Auf etwas achten” ist im Wort enthalten oder auch “vorsichtig” sein.

Fest steht allerdings die Unterscheidung zwischen Achtsamkeit einerseits und den Auswirkungen und Effekten andererseits. Wer achtsam ist, macht sich selbst das eigene Tun und Handeln bewusst. Außerdem denkt er daran, dass sein Gegenüber immer eine eigene Deutung davon hat. Und es schließt das Bemühen mit ein, die Sichtweise des Anderen kennenzulernen und zu berücksichtigen.

Eine achtsame Haltung erfordert Bereitschaft, Zuversicht, Vertrauen, Offenheit und Mitgefühl für den Anderen. Ein achtsamer Mensch ist außerdem bereit nachzufragen, wenn etwas nicht verstanden worden ist. Oder dem Gegenüber zuzuhören und sich etwas sagen zu lassen. Geduld zu haben, wenn etwas nicht sofort gefällt oder auch den Anderen an einer Lösung von Problemen zu beteiligen – das alles ist eine achtsame Haltung.

Vielleicht hört es sich zunächst einfach an: achtsam sein, vorsichtig sein. Aber wie schnell ist oftmals etwas gesagt oder entschieden. Mit einer achtsamen Haltung wird aber stets eine Anerkennung der anderen Person ausgedrückt. Wir respektieren sie als Person mit eigenen Wünschen, Bedürfnissen, Auffassungen und Interessen. Und damit sind die Auswirkungen von Achtsamkeit in den meisten Fällen positiv.


Von Ulrike Elbers, Familientherapeutin – Wuppertal

Westdeutsche Zeitung, WZ, Kolumne: Beziehungen
Samstag, 10. Mai 2008


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