Ulrike Elbers

systemische Therapeutin & Supervision - Wuppertal

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ADHS naturheilkundlich behandeln

Viele Eltern fürchten, dass ihr Kind an ADHS erkrankt ist, wenn es unter unmotivierten Gefühlsausbrüchen und übersteigerten Bewegungsdrang leidet. Hinzu kommen schulische Schwierigkeiten. Die Eltern fühlen sich überfordert und kommen mit ihrem Kind nicht mehr klar. Diese Kinder, die früher als Zappelphilippe, Klassenkasper oder Störenfriede bezeichnet wurden, stören teilweise so nachhaltig das Familienleben und den Unterricht, dass Eltern und Schule Schritte unternehmen müssen, um das Familienleben erträglicher zu gestalten und sie in der Schule nicht abrutschen. Es beginnt ein langer Weg zu Kinderärzten und Schulpsychologen.

In ihrer Verzweifelung verlassen sich die Eltern dann auf den Rat ihres Arztes, der den Kindern üblicherweise ein Arzneimittel mit den Wirkstoff Methylphenidat – meist Ritalin – verordnet. Sobald die Kinder dieses Medikament bekommen, werden sie vom Schrecken der Familie zu einem angenehmen, ruhigen Familienangehörigen und das Leben verläuft wieder sehr viel konfliktfreier und friedlicher.

Medikamente, die Methylphenidat enthalten, sind jedoch nicht unumstritten. Sie sind verschreibungspflichtig, haben teilweise gravierenden Nebenwirkungen (allergische Reaktionen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Erbrechen und andere Magen-Darmprobleme, Depressionen). Darüber hinaus tritt eine Abhängigkeit auf. – Setzt man Ritalin ab, treten die ADHS-Symptome wieder verstärkt auf.


Wie kann nun eine naturheilkundliche ADHS Therapie ohne Ritalin aussehen?

Der erste Weg ist die Umstellung der Ernährung: Aus einer Studie, die an einer britische Schule vorgenommen wurde, geht hervor, dass allein eine natürliche und ausgewogenen Ernährung deutliche Besserung bringt. In britischen Schulen werden die Kinder den ganzen Tag betreut und sie bekommen dort ihre Mahlzeiten. Durch diese Studie wurde bestätigt, dass eine Ernährungsumstellung die Kinder sehr viel ruhiger und konzentrierter werden ließ. Vom Speisezettel wurden alle Softgetränke, wie Cola und Limonade gestrichen und durch Mineralwasser, Schorle, Kräuter-, Früchtetee und Milch ersetzt. Die Mahlzeiten wurden auf Vollwertkost umgestellt, wobei im Vordergrund stand, alle Lebensmittelzusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Emulgatoren usw. zu vermeiden. Es wurde Wert darauf gelegt, täglich frisch zu kochen und den Zuckerkonsum einzuschränken. Der Erfolg dieser Studie war so eindrucksvoll, dass die Eltern der Schüler, nachdem die Studie beendet war, beschlossen haben, diese Ernährungsweise fortzuführen.

Weitere mögliche Ursachen, die bei der Entstehung von ADHS mitwirken, sind vor allem Bewegungsarmut der Kinder und eine andauernde Reizüberflutung durch die verschiedenen Medien. Manche Kinder sind oft auf sich selbst gestellt und würden stattdessen vermehrt der Aufmerksamkeit durch die Eltern bedürfen.

Insbesondere das autogene Training mit ADHS Kindern eignet sich hervorragend um ihre Symptome zu lindern. Es ist oft recht beeindruckend, wie leicht es den ADHS Patienten fällt – bei entsprechender Anleitung – sich auf sich selbst zu konzentrieren und für längere Zeit ruhig in sich selbst zu versinken.

Weitere erfolgversprechende Alternativen zu Ritalin sind Homöopathische Arzneimittel, Bioresonanztherapie und Kinesiologie. Die letzteren sind Heilverfahren, die die Ordnung in den Funktionsabläufen des Organismus wieder herstellen, die bei ADHS Kindern oft empfindlich gestört ist. Beide Therapien eignen sich besonders für kleine Patienten. Sie sind weder schmerzhaft, noch haben sie irgendwelche Nebenwirkungen. Ausserdem kann die Behandlungsdauer auf ca. 15 Minuten begrenzt werden.

Das oft aufregenden und belastenden Verhalten von ADHS-Kindern zwingen der Familie und der weiteren Umwelt bestimmte Gegenmaßnahmen und Verhaltensweisen auf. Diese wirken wiederum auf das betroffene Kind ein, oftmals einengend, belastend, beängstigend, überfordernd oder überbehütend. Ständig bedingen sich diese Verhaltensweisen gegenseitig. Eltern und Kinder erleben ständig Mißerfolge, Niedergeschlagenheit, Angespanntheit, Gereiztheit, Stress und Schuldgefühle. Diese Prozesse innerhalb einer Familie, die Spielregeln in der Familie, die Verhaltensweisen, die sich gegenseitig bedingen, werden in der Familientherapie unterbrochen. Die Familie kann durch Unterstützung zu einer Neuorientierung kommen. Die Familiensituation entspannt sich. Die gesamte Familie löst die Schwierigkeiten gemeinsam. Die Eltern erleben positiv, dass sie gemeinsam mit ihrem Kind im Gespräch sind. Die ADHS-Kinder fühlen sich ernst genommen und entlastet, aus der Rolle „des schwarzen Schafes“ herauskommen zu können.

Es gibt mittlerweile viele Beispiele von Familien, deren verhaltensauffällige Kinder ein „normales“ Leben führen können, ohne Ritalin oder andere Psychopharmaka nehmen zu müssen. Es gibt sicher nicht den Königsweg in der naturheilkundlichen ADHS-Behandlung, sondern viele unterschiedliche Wege, die individuell gegangen werden müssen um zum Erfolg zu führen.


Manfred Strauss, Heilpraktiker
Laurentiusstr. 26
42103 Wuppertal
Tel. 0202/300853
E-Mail: manfred.strauss
Internet: www.manfred-strauss.de


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